Meine Erfahrung als Praktikant bei OnPR, einer PR-Agentur mit IT-Fokus

Als ich bei OnPR angefangen habe, dachte ich mir, was ist das? Wozu braucht man PR denn? Und dann werden auch noch gute Englischkenntnisse gefordert! In den ersten Wochen des Praktikums erschien mir das Team sehr genau – ich wurde bei allem was ich tat verbessert. Beim Hochladen von Pressemitteilungen war die Schriftgröße zu klein, bei den Emails fehlte der Betreff, mein Englisch war nicht formal genug… Ich hab mich gefragt, warum legt man so viel Wert drauf? Es ist doch egal, ob ich einen Betreff bei  einer Email angebe oder nicht…

Während der zweiten Phase habe ich mir vorgenommen, wenigstens auf die Kleinigkeiten, die ich in der ersten Phase missachtet habe, aufzupassen – egal wie bedeutungslos sie mir auch erscheinen mögen. Schritt für Schritt durfte ich dann auch größere Projekte übernehmen: Ich habe sogar angefangen für einen IT-Kunden von OnPR Recherchen durchzuführen und den Account Manager zu unterstützen. So habe ich einen Einblick bekommen, wie komplex die verschiedenen Themenbereiche der Kunden aufgebaut sind. Ab diesem Zeitpunkt hat es angefangen, für mich spannend zu werden. Ich realisierte, wie stressig PR-Arbeit ist und wieso meine Kollegen keine Zeit hatten, mir alles zehn Mal zu erklären. Ich fing an, zu merken, dass es in dieser Branche eben auf die Kleinigkeiten ankommt, die mir vorher schwachsinnig erschienen. Nur so schafft man es, dass die Produkte, für die man Öffentlichkeitsarbeit macht, aus der Masse herausstechen. Ich erfuhr, dass PR nicht einfach Werbung ist, sondern eine enge Zusammenarbeit mit Journalisten und Magazinen beinhaltet, um auf Produkte durch Pressemitteilungen und Artikel aufmerksam zu machen – ohne, dass der Kunde zusätzlich dafür Geld ausgeben muss, wie bei Werbung und Marketing. Aufmerksamkeit für den Kunden kann also nicht nur dadurch erzeugt werden, dass Produktanzeigen annonciert werden. Und dass manchmal auch die Wahl der Wörter in der Betreffzeile einer Email dazu beitragen kann, ob ein vielbeschäftigter Journalist beginnt sich für ein Thema zu interessieren.

Gegen Ende der zweiten Phase musste ich für die Schule einen Themenbericht über mein Praktikum schreiben, was ich anfangs für irrelevant hielt. Doch während dem Schreiben fiel mir auf, wie viel ich eigentlich schon über PR und Marketing in der Zwischenzeit gelernt hatte und wie weit diese Bereiche gefasst sind.

In der letzten Phase kam ich mit der positiven Hoffnung zu OnPR, wieder für einen Kunden arbeiten zu dürfen, um erneut einen Einblick in eine Branche zu bekommen und zu lernen noch ein wenig selbstständiger zu arbeiten. Ich unterstütze das Team bei der Präsentation der Jahresplanung für einen weiteren Kunden und durfte dabei auch in Eigenverantwortung an Teilen des Projekts arbeiten. Zusätzlich bekam ich die Chance, selbständig zur Recherche von passenden Medien für ein New Business-Projekt des Unternehmens beizutragen, die ich durch das erste Rechercheprojekt der zweiten Phase gut kennengelernt hatte.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass das Praktikum, mir viel gebracht hat. Zum einen habe ich durch das häufige Englisch-Sprechen, meine Sprachkenntnisse verbessert. Doch vor allem hat mir das Praktikum geholfen, einen Einblick in den Berufsalltag einer PR-Agentur zubekommen und zu erkennen, wie wichtig die PR-Branche ist.

Als Praktikant bei OnPR muss man sich darauf einstellen, dass man anfangs viel zuhören muss, aber dadurch nimmt man auch viel Wissen mit, das man nicht nur im PR-Bereich gebrauchen kann. Man lernt durch das Arbeiten mit unterschiedlichen Kunden viele verschiedene Branchen kennen. Das wichtigste als Praktikant bei OnPR ist, die Verbesserungsvorschläge aufzunehmen, denn die Ratschläge der Mitarbeiter helfen für die ganze spätere Berufszeit.

Lukas Scheucher, Praktikant bei OnPR

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