Mobile Web auf dem Vormarsch

Getreu dem Motto “There’s an app for that” bietet Apple im iTunes Store extra zur Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika eine Vuvuzela-App für das iPhone an. Keine Frage, mobile Apps liegen weltweit voll im Trend. Doch wie steht es konkret um die Beliebtheit des mobile Web in Deutschland und seinen Nachbarländern? Dieser Frage ist Accenture im „Mobile Web Watch 2010“ erneut auf die Spur gegangen und hat Bemerkenswertes zutage gefördert: So zeigt sich, dass das mobile Web zwar immer intensiver und immer häufiger genutzt wird, die aktuelle Zahl der mobilen Surfer bleibt 2010 im Vergleich zum Vorjahr jedoch konstant. Heute gehen 43 Prozent der befragten Deutschen mindestens täglich mit dem Handy ins Internet – 2009 waren es 33 Prozent.

Im Detail zeigt sich: Fast jeder fünfte deutsche Internetnutzer surft mit seinem Mobiltelefon im Web (17%). Das entspricht etwa 7,7 Millionen Personen. In den Nachbarländern sind es mehr: Jeder dritte Internet-User in Österreich (31 Prozent) und jeder vierte in der Schweiz (27 Prozent) geht mit dem Handy mobil ins Internet. Österreicher und Schweizer verbringen zudem mehr Zeit im mobilen Internet. 51 Prozent der österreichischen und 55 Prozent der Schweizer Befragten surfen mindestens täglich. In Deutschland sind es nur 43 Prozent.

Trends wie Wikis, Social Networks, Twittern oder Bloggen starten ebenfalls mobil durch, vor allem bei der jüngeren Generation. 57 Prozent derjenigen, die auch mobil twittern, tun dies lieber über ihr Handy als vom stationären Rechner aus.

Werbung im mobilen Internet oder in per Handy genutzten Online-Diensten wird von den Konsumenten zum Teil akzeptiert – jedoch nicht um jeden Preis. Fast die Hälfte der Verbraucher toleriert Werbung im mobilen Internet oder in per Handy genutzten Online-Diensten, allerdings nur in Verbindung mit einem erkennbaren Mehrwert für die Nutzer (z.B. reduzierte Grundgebühr, Gutscheine).

Dennoch bleibt festzuhalten, dass es einen großen Teil der User (noch) nicht ins mobile Netz zieht. Dabei stellen die weiterhin als zu hoch empfundenen Kosten die größte Einstiegsbarriere dar. Die Studie zeigt zudem, dass Sicherheitsbedenken eine große Rolle spielen. So fürchten 40 Prozent der Befragten insbesondere das Ausspionieren und den Missbrauch von persönlichen Daten und Zugangsinformationen auf dem Handy (gegenüber jeweils 27% im Vorjahr).

Trotz dieser Ressentiments ist davon auszugehen, dass das mobile Web auch hierzulande immer beliebter wird. Computerbild, zum Beispiel, sieht ein gesteigertes Interesse und plant, dem Thema „Mobile App“ künftig mehr Platz einzuräumen.

Diane Von HohnhorstOnPR, GmbH

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