Whaaaaazzuuuuupppp Mania – wie WhatsApp langsam aber sicher unseren Alltag erobert

Was ist denn heutzutage alles trendy?

Fast jeder dritte Deutsche ist auf Facebook, fast jeder zweite hat ein Smartphone, und die Anzahl der „Smartphone addicted“ steigt mit jedem neuen Tag. Warum? Was haben diese Smartphones zu bieten, was das reale Leben nicht bieten kann? Eindeutig soziale Interaktion in Echtzeit, egal wo man sich befindet und egal, wo unsere Freunde, Familie, Kontakte, Partner sind. Vor kurzem unterhielt ich mich mit einer sehr engen Freundin über das Phänomen des ‚smartphoneabhängigen Menschen‘ und in unserer gemütlichen Runde kamen wir zu einem sehr erstaunlichen Fazit: es ist nicht mehr Facebook oder Twitter, die uns süchtig machen. Es ist nicht mehr „Sehen und gesehen werden“ mit dem Check-In auf Foursquare. Es ist etwas viel Einfacheres – der Chat mit Freunden über WhatsApp, der uns süchtig macht. Und es ist  trendy auf WhatsApp zu sein.

Derzeit organisiere ich eine Pressetour mit einem unserer Kunden und bei unserem letzten Koordinationsgespräch fragte er mich – „Bist Du auf WhatsApp?“. Ich war ziemlich überrascht, dass er danach fragt. Meine positive Antwort  überraschte ihn jedoch überhaupt nicht. WhatsApp zu nutzen ist genauso selbstverständlich wie einen Facebook-Account zu haben. Jeder ist auf WhatsApp, denn diese App bietet allen iPhone-, Android-, WindowsPhone-, Symbian- und BlackBerry-Usern die Möglichkeit, zeitgleich und kostenlos Nachrichten, Videos und Bilder zu verschicken. Oder so wie der Hersteller das formuliert: „Einfach. Persönlich. Nachrichtenaustausch in Echtzeit“.  Die Länge der Nachrichten ist unbegrenzt, wer also gerne Romane schreibt, kann dies problemlos machen, vorausgesetzt man hat die erforderliche Datenflatrate. Je nach Smartphone muss man eine einmalige Zahlung von ca. 1€ oder eine jährliche Gebühr von 1€ bei Android-Usern leisten. Die Ära der SMS ist also vorbei, sobald man sich in einer Internetumgebung befindet. Und das Kommunikationsspektrum wird umso vieles erweitert.

Wo Licht ist, gibt es bekanntlich auch Schatten…

So praktisch WhatsApp ist, so heimtückisch kann diese App auch sein. Da die App mit der Handynummer des Users verknüpft ist, benötigt man kein zusätzliches Konto – wohl einer der Hauptgründe, warum es so viele begeisterte WhatsApp-User gibt: Alle Freunde des Telefonbuchs, die WhatsApp nutzen, sind automatisch als WhatsApp-Kontakte geführt. Dadurch können jedoch auch Hacker sehr leicht auf die Daten des Smartphones und auf den Nachrichtenverlauf der App zugreifen; Nachrichten, die privater aber auch beruflicher Natur sind, lassen sich relativ unproblematisch lesen. Hinzukommt die fehlende Privatsphäre – ich kann also sehen, wann meine Freundin Paula zum letzten Mal online war und ihre Nachrichten abgerufen hat. Ein Versteckspiel ist also nicht möglich. 

Die derzeitige Diskussion über die Verletzung der Privatsphäre wird bestehen bleiben. Klar ist jedoch: Solange WhatsApp die Nr.1 im AppStore ist  und von der Mehrheit genutzt wird – eben  weil es so praktisch ist –, wird das Unternehmen weiterhin davon profitieren – ganz egal, wie es um die Datensicherheit steht.

Und noch ein weiterer Aspekt begünstigt die unangefochtene Vormachtstellung von WhatsApp als Mobile Messenger: Es ist – im Gegensatz zu iMessage, BlackBerry-Messenger u.a. – auf nahezu jedem Smartphone-Betriebssystem verfügbar und erlaubt plattformunabhängige Vernetzung.

Umso spannender also, wie sich all die Plattformen und die dazugehörigen Endgeräte weiterentwickeln werden. Und die nächste Gelegenheit, um diese Entwicklungen live mitzuerleben, steht quasi unmittelbar vor der Tür: der Mobile World Congress in Barcelona! Das OnPR Team wird in Barcelona sein und über die neuesten Trends im Mobile Market berichten. Wollen Sie uns treffen, dann melden Sie sich bei uns!

Darina Gugleva, Client Services Manager OnPR

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